Schöpfung in Ähnlichkeit: Alle Lebewesen wurden nach dem Modell des Menschen geschaffen

IVP | 5. April 2011 | 0 Kommentare

a. Zur Evidenz der Evolution in der Morphologie und der Embryologie

Autoren biologischer Lehrbücher inkludieren, wenn sie Evidenzen für die Evolution angeben, oft, homologe Organe, analoge Organe und verkümmerte Organe in der Morphologie, und in der Embryologie die Theorie der Rekapitulation. Die Organe unterschiedlicher Organismen, die aufgrund der evolutionären Differenzierung von einem gleichen oder korrespondierenden (entsprechenden) Teil Ähnlichkeiten in Struktur eines entfernten Vorfahren zeigen, werden als homologe Organe bezeichnet.

Homologe Organe sind in ihrer Grundstruktur gleich, ihre Formen und Funktionen mögen sich aber unterscheiden. Beispielsweise sind die Hand eine Menschen, der Vorderfuß eines Hundes und die Flossen eines Wales homologe Organe. Die anatomisch unterschiedlich strukturierten Teile, die Übereinstimmungen in der Funktion haben, nennt man analoge Organe. (Sie entwickelten aufgrund der Anpassung an äußere Einflüsse die gleiche äußere Form und Funktion). Die Flügel (Vorderbeine) eines Vogels und die Flügel eines Insekts sind Beispiele für analoge Organe. Die Organe von Lebewesen, die bei deren Vorfahren ihre Funktionen hatten, später im Evolutionsprozess ihre ursprünglichen Funktionen jedoch verloren, werden als Verkümmerungen (oder rudimentäre Organe) bezeichnet.

Wenn die Embryos von Wirbeltieren miteinander verglichen werden, sind sich alle in ihren früheren Entwicklungsstadien ähnlich: Alle haben Klemmspalten und einen Schwanz, und alle besitzen ein fischähnliches Herz mit einem einzelnen Atrium (Vorhof) und einer Herzkammer (Ventrikel). Auf dieser Grundlage behaupten Evolutionisten, dass Embryos im Laufe ihrer Entwicklung die Evolutionsgeschichte ihrer Vorfahren in irgendeiner abgekürzten Form wiederholen. Das ist die Theorie der Rekapitulation, die von E. Haeckel (1834-1919) vertreten wird, der entsprechend die Ontogenese die Phylogenese (Stammesgeschichte) wiederholt.

Zu dieser vermeintlichen Evidenz entstanden zahlreiche Fragen und Gegenargumente. Was die homologen Organe betrifft erhob Hitching die folgende Frage: Dieses Spätere ([the tetrapod limb in vertebrates] (Die Landgliedmaßen der Wirbeltiere) ist ein klassisches Lehrbuch, das beschreibt, dass eine Struktur mehrere Funktionen erfüllt. Warum sind die Beine eines Pferdes, die Flügel eines Vogels, die Arme eines Menschen und die die Flossen eines Wales so ähnlich gebaut, wenn sie doch sehr unterschiedlichen Zwecken dienen? Wäre die fitteste Adaption durch graduelle Anhäufung von Mutationen ausgewählt worden, würde man erwarten, dass ein Organ, das zum Fliegen verwendet werden soll und ein Organ, das zum Laufen verwendet werden soll am Ende – oder von Anfang an – vollkommen verschieden sein müssten. (Hitching 1982, 149 -50)

Was die  analogen Organe betrifft, ist der Ursprung ihrer Ähnlichkeit noch immer unbekannt.  Zu diesem Punkt sagt Komatsu: In der Welt der Organismen finden wir oft Ähnlichkeit in Form und Verhalten unter entfernten Spezies. ….. Die Forschung nach dem Ursprung der Ähnlichkeit von entfernten Spezies scheint noch weit zurückgeblieben, teilweise deswegen, weil diese in gewisser Weise eine sehr verschwommene Angelegenheit ist. (Komatsu 1982, 61-62)

In Bezug auf homologe und analoge Organe sagt B. C. Nelson von der Position christlicher Schöpfungsposition aus, dass die Ähnlichkeit dieser Organe als Beleg für eine Schöpfung ebenso dienen kann wie als Beleg für eine Evolution.

Ähnlichkeit bestätigt die Evolution nicht mehr als eine Schöpfung. Für einen Bibelgläubigen stützt die strukturelle Ähnlichkeit eines lebenden Organismus die Tatsache, dass es einen großen Architekten oder Schöpfer gibt, der, als er daran ging die vielen Spezies zu schaffen einen Plan oder ein Muster im Kopf hatte, den er benutzte, um so viele verschiedenartige Geschöpfe wie möglich in Modifikationen des Generalplans zu schaffen, für alle unterschiedlichen Existenz- und Lebensbedingungen. (Nelson 1967, 20)

Nelson sagte auch, dass es so etwas wie verkümmerte Organe (Vestigialorgane) nicht gibt.

Es ist sicherlich nicht vernünftig anzunehmen, dass der Schöpfer in irgendeines seiner Geschöpfe Teile hinein schafft, für die dieses absolut keine Verwendung hat. Sicherlich würde er keinerlei nachteilige Teile hinein schaffen…… Wenn ein Teil auch nur eine einzige  Funktion erfüllt, sei es im embryonalen Stadium, im Stadium der Kindheit oder später, dann ist dieser Teil nützlich und wertvoll und kann nicht notwendigerweise als Beweis für die Evolution angeführt werden. (Nelson 1967, 42)

Nelson erwähnte auch, dass es bestimmte Organe gibt, deren Existenzursache früher unbekannt war. Aber mit dem Fortschritt der medizinischen Wissenschaften konnten die Funktionen dieser Organe ans Licht gebracht werden, und so, sagt er, können diese nicht länger als verkümmerte Organe (vestigial Organs) bezeichnet werden.

Die Theorie der Rekapitulation wurde ebenfalls hinterfragt. Embryonale Klemmspalten in menschlichen Embryos werden oft als Evidenz für die Theorie der Rekapitulation zitiert, die das Fischstadium in der menschlichen Vorfahrenlinie aufzeigen sollen. (siehe Abb. 17) Aber nach Hitching sind diese Rachen- oder Schlundbeutel, und nicht Spalten. Im Fisch verwandeln sich diese in Spalten, in Säugetieren verwandeln sie sich in Drüsen. „Sie scheinen in der Tat einfach eine simple essenzielle und prognostizierbare Entwicklungsstufe zu sein, die allen lebenden Embryos vor ihrer Aufspaltung in vorherbestimmte genetische Entwicklungswege gemeinsam ist, sagt Hitching. (Hitching 1982, 174).

Es gibt aus diesen Sichtweisen verschiedene Probleme in der Morphologie und in der Embryologie in dem was als Beweise für die Evolution herangezogen wird. Dennoch werden in Lehrbüchern für Biologie nach wie vor verwendet.

b. Die Sichtweise der Vereinigungslehre: Erschaffung in Ähnlichkeit.

Der Vereinigungslehre entsprechend ist der Mensch ein bildgleiches  substanzielles Objekt Gottes (Abbild) und alle Dinge (alle anderen Geschöpfe) sind symbolische substanzielle Objekte Gottes. Anders ausgedrückt wurde der Mensch geschaffen, um Gottes Wesen und Bild vollständig zu verkörpern; und alle anderen Geschöpfe sind dessen symbolischer Ausdruck. Der Mensch wurde also geschaffen um Gott zu ähneln, während alle anderen Geschöpfe dem Menschen ähneln. Das nennen wir „Erschaffung in Ähnlichkeit“.

Fig. 17: Early Embryos of Shark, Bird and Human Being

Gott schuf die Menschen als seine Objekte (Gegenüber), um diese zu lieben und Freude von ihnen zu erhalten, und er schuf alle anderen Geschöpfe als Objekte für den Menschen, die ihm Freude bringen sollen. Damit übereinstimmend liegt der Zweck, für den alle Geschöpfe außer dem Menschen geschaffen wurden, darin, dem Leben des Menschen als Umwelt (Umgebung) als Material und als Objekt der Liebe und Obsorge zu dienen. (siehe Abb. 18)

Am Anfang konzipierte Gott, das Bild des Menschen nach seinem eigenen Bild zu schaffen. Das Bild des Menschen bedeutet hier das Design des Menschen. Und mit diesem Bild als Vorlage oder Modell konzipierte Gott jedes einzelne aller anderen Geschöpfe durch Abstrahieren und Transformieren des Bildes des Menschen.

Als erstes abstrahierte und transformierte Gott das Bild des Menschen und machte daraus Bilder von Tieren; danach konzipierte er durch Abstrahieren und Transformieren der Bilder von Tieren Bilder von Pflanzen. Durch Abstrahieren und Transformieren der Bilder von Pflanzen, schuf er Bilder von Mineralien. Und aus den Bildern von Mineralien schuf er Bilder von Molekülen, Atomen und Elementarpartikeln.

Tiere und Pflanzen sind Ausdrücke der Form und des Wesens der Bilder vom Menschen. Daher sind individuelle Tiere und Pflanzen Simplifikationen des Wesens und der Form des Menschen oder ausdrückliche Expressionen der Form und des Wesens von Teilen des Menschen.

Das Ziel ist, dass die Menschen ihren besonderen Charakter in einem Objekt wahrnehmen und durch diese Objekte Freude erleben können. Beispielsweise wurde ein Löwe, der König der Tiere ist, geschaffen, um Würde zu symbolisieren und ein Schaf, um Gehorsam auszudrücken.

Ais der Sicht der Schöpfung in Ähnlichkeit ist es klar, dass homologe und analoge Organe keinerlei Evidenz für die Evolution darstellen. Da die Organismen in Ähnlichkeit zum Menschen erdacht und geschaffen wurden ist die Ähnlichkeit der Lebewesen vollkommen natürlich. (siehe Abb. 19). Die Ähnlichkeit im Wachstum von Embryos unterschiedlicher Organismen beweist die Evolutionstheorie also nicht. Wenn wir sagen, dass Lebewesen in der Ähnlichkeit des Menschen geschaffen wurden implizieren wir damit auch, dass der Wachstumsprozess jedes einzelnen von ihnen dem Wachstumsprozess des menschlichen Embryos nachempfunden ist. Daher ist der Wachstumsprozess des menschlichen Embryos eine Synthese der Wachstumsprozesse der Embryos aller anderen Organismen. (siehe Abb. 20)

Fig. 18: Objects of Joy Seen from the Viewpoint of Human Being

Was die Klemmspalten betrifft, sind diese also keine Überbleibsel aus dem Fischstadium des Evolutionsprozesses. Der Embryo eines Fisches sieht einfach wie ein frühes menschliches Embryo aus. Und der Teil, der dazu bestimmt ist sich im Menschen als Drüse zu entwickeln, wurde im Falle des Fisches in Klemmen transformiert.

In Bezug auf die verstümmelten Organe (vestigial Organs) ist beispielsweise das Steißbein keine Degeneration des Schwanzes beim Tier. Umgekehrt, der Schwanz der Tiere wurde geschaffen, indem die menschliche Wirbelsäule verlängert wurde. Der bewegliche Ohrmuschelmuskel des Menschlichen Ohres ist demnach auch keine Degeneration. Hingegen wurden die Ohren bestimmter Tiere so gestaltet, dass sich durch Ausdehnen und Zusammenziehen dieses Muskels bestimmte Teile des Ohres bewegen lassen. Das aber ist eine durch Abstraktion und Transformation gewonnene Ausweitung des menschlichen Ohrmuskels.

Auf diese Weise belegen die Beispiele, welche die Evolution belegen sollen, eine Schöpfung in Ähnlichkeit, die den Menschen als Mittelpunkt hat. Der Mensch sieht aus wie ein Affe, nicht deswegen, weil er vom Affen abstammt, sondern stattdessen, weil der Affe, der nach dem Bild des Menschen konzipiert und geschaffen wurde, dem Menschen ähnlich ist.

In Übereinstimmung mit der christlichen Schöpfungstheorie wurden alle Geschöpfe nach dem Bild Gottes geschaffen; aber die Beziehung von Mensch und den anderen Geschöpfen war unklar. Vom Blickwinkel der Vereinigungslehre wurde der Mensch als Abbild Gottes geschaffen, als Objekt der Freude für Gott, und alle übrigen Geschöpfe wurden nach dem Bild des Menschen konzipiert und geschaffen, als Objekt der Freude für den Menschen. Basierend auf dieser Sichtweise der Vereinigungslehre kann nun eine Alternative zum Evolutionismus präsentiert werden.

Fig. 19: Homologous Organs Showing Creation in Likeness Centered on Human Being

Fig. 20: Ontogeny Indicating Creation in Likeness Centered on Human Being

 

 

Kategorie: Evolution - Schöpfung, Themen

Kommentare (0)

Trackback URL | Kommentare RSS Feed

Es gibt noch keine Kommentare.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung!