Eine neue Schöpfungstheorie auf der Basis der Vereinigungsphilosophie

IVP | 6. April 2011 | 0 Kommentare

Der Zweck der Schöpfung und der Doppelzweck geschaffener Wesen: Geschaffene Wesen sind fit um selbst zu existieren, aber gleichzeitig existieren sie für den Menschen.

Darwin ist ein Befürworter der natürlichen Selektion (Auslese); aber existieren Lebewesen tatsächlich nur auf der Basis der Fitness für ihre Existenz? Haben wir dann als Ergebnis dessen eine natürliche Welt, in der nur Gräser und Insekten mit starker Überlebens- und Vermehrungskraft leben? Nein; das ist nicht im Geringsten der Fall. In Wirklichkeit blühen schöne Blumen, süße Früchte reifen und die Vögel singen schön. Wie können diese Fakten erklärt werden?

Gott schuf den Menschen und alle Geschöpfe um sie zu lieben und durch sie Freude zu empfinden. Aus der Sicht der Geschöpfe ist es der Zweck des Menschen Gott Freude zu bereiten und der Existenzzweck aller Dinge ist es den Menschen zu erfreuen. Der Zweck „aller Dinge“ wird erfüllt durch die Verwirklichung des Zwecks für das einzelne Individuum und den Zweck für das Gesamte.

Der „Zweck für das Individuum“ bezieht sich auf die eigene Existenz, Vermehrung und Erhaltung und der „Zweck für das Gesamte“ aller Geschöpfe besteht darin für Geschöpfe zu existieren, die höher sind als das Individuum selbst, insbesondere für den Menschen. Aus diesem Grund existieren alle Lebewesen als Wesen mit einem Zweck für das Individuum und dem Zweck für das Gesamte. (siehe Abb. 14)

Sehen wir uns die beeindruckend schönen Schwanzfedern des Pfaus an. Evolutionisten sagen, dass der Zweck der Schwanzfedern des Pfaus darin besteht, die Pfauhenne zu umwerben. Aus der Sicht der Vereinigungslehre jedoch existieren die Pfaufedern nicht nur für die Balz um die  Pfauhenne zu beeindrucken: Das Balzverhalten stellt einen Individualzweck des Pfaus dar, aber noch essenzieller ist, dass diese wunderschönen Federn auch zur Freude des Menschen dienen. Das ist der Zweck für das Höhere für den Pfau. Äpfel und Orangen besitzen einen fleischigen, sukkulenten Teil; Wassermelonen haben einen süßen Saft, besonders an heißen Sommertagen; Kokosnüsse in den Tropen haben ein nahrhaftes Wasser . Für welchen Zweck existieren diese? Evolutionisten würden sagen, dass diese Früchte geeignet sind von Tieren und vom Menschen verzehrt zu werden, damit deren Samen wieder ausgesät werden und die Pflanzen sich vermehren können. Natürlich ist das in einer Weise richtig, aber wenn sie ausschließlich der Vermehrung dienen, warum gibt es dann nicht bloß die Samen ohne Fruchtfleisch, die insbesondere vom Wind leicht verbreitet werden könnten? Grundsätzlich existieren diese Früchte zum Wohl des Menschen.

Bunte Blumen, lieblicher Vogelgesang, schöne Muster auf den Flügeln eines Schmetterlings und andere liebliche Dinge in der Natur besitzen einen Aspekt, der ihrer eigenen Existenz und ihrer eigenen Vermehrung dient, aber noch grundlegender ist, dass sie dem Menschen zur Freude dienen.

Der Neo-Darwinismus betrachtet die Lebewesen vom Gesichtspunkt ihres Individualzwecks aus. Der Neo-Lamarckismus hebt hervor, wie sich eine Art an ihre Umgebung anpasst. Auch hier ist der Gesichtspunkt vom Zweck für das Individuum aus.  Die Vereinigungslehre verneint das Überleben des Stärkeren nicht, was die Evolutionisten in den Vordergrund stellen. Aber sie betrachtet das nur als einen der Aspekte der Existenz von Lebewesen. Wenn wir verstehen, dass Lebewesen nicht nur für ihre Existenz fit sind sondern vor allem zum Wohl des Menschen existieren, nur dann können wir ein volles Bild von der Natur haben.

 

Tags:

Kategorie: Evolution - Schöpfung, Themen

Kommentare (0)

Trackback URL | Kommentare RSS Feed

Es gibt noch keine Kommentare.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung!