Die Erschaffung von Adam und Eva: Gottes Liebe findet ihre Verwirklichung durch Adam und Eva

IVP | 1. April 2011 | 0 Kommentare

Wie in der Bibel geschrieben steht, hält auch die Vereinigungslehre daran fest, dass Gott Adam und Eva schuf, die zu den ersten Vorfahren der Menschheit wurden. Die Bibel besagt, dass Gott Adam zuerst schuf, und dann schuf Er Eva aus der Rippe Adams; dieser Ausdruck bedeutet jedoch nicht, dass Gott Eva buchstäblich aus der Rippe Adams schuf, sondern lediglich, dass er Eva nach einem Entwurf machte, der dem Adams ähnlich war.

Fig. 25: The Creation of Heaven and Earth (as Described in the Bible), and the Generation of the Universe (According to Science)

Anthropologisch gesehen waren da die Stufen des Affenmenschen (Australopithecus) und des frühen Menschen (homo erectus) die dem tatsächlichen Menschen (homo sapiens) vorangingen. Wie bereits erwähnt betrachtet die Vereinigungslehre diese als Wesen, die für den Schöpfungsprozess des Menschen notwendig waren (was den physischen Aspekt des Menschen betrifft). Auch wenn die Stufen des Affenmenschen und des frühen Menschen vor der Stufe des Menschen durchlaufen wurden, muss es eine große Kluft gegeben haben als die ersten Menschen (das sind Adam und Eva) erschaffen waren. Auch können wir sagen, dass Adam und Eva vollkommen neue Geschöpfe waren, da sie mit einem Geist ausgestattet wurden.

An diesem Punkt möchte ich die Bedeutung der Erschaffung von Adam und Eva aus der Sicht der Vereinigungslehre anschneiden. Eines der verblüffenden und schwierigsten Themen der Wissenschaft ist, zu erklären, wie männlich und weiblich entstanden sind und zu diesem Thema sagte Reverend Sun Myung Moon folgendes:

Das größte aller Mysterien ist, dass es Mann und Frau gibt und dass es männliche und weibliche Tiere gibt. Des Weiteren gibt es Staubgefäße und Stempel im Pflanzenreich und in der Welt der Mineralien gibt es Anionen und Kationen. Auf diese Weise wurde alles in Paarsystemen geschaffen. Mann und Frau, männlich und weiblich – der Grund warum alles auf diese Weise existiert, ist das Geheimnis aller Geheimnisse. (Family 1991, 4-5)

Die Naturwissenschaft sucht die Kausalität der Dinge zu erklären. Aus diesem Grund erforscht sie die Ursachen eines bestimmten Phänomens, kann aber nicht sagen, warum dieses bestimmte Phänomen zustande kam. Die Frage warum männlich und weiblich gibt steht mit dem Grund für die Existenz aller Dinge in Beziehung; das ist daher eine Frage, die nicht von der Biologie sondern vielmehr von der Philosophie geprüft werden muss.

Aus der Sicht der Vereinigungslehre entstanden männlich und weiblich nicht aufgrund der Evolution, sondern entspringen der Ähnlichkeit mit ihrem Schöpfer. Das bedeutet, dass Mann und Frau, männlich und weiblich, Staubgefäße und Stempel, Kationen und Anionen usw. – allesamt deswegen in dieser Weise entstanden, weil Gott, der Schöpfer, männliche und weiblicher Wesenszüge besitzt. Dieser Punkt wird in der Vereinigungslehre folgendermaßen bezeichnet: „Gott ist der vereinigte Körper (oder harmonische Körper) oder Yang und Yin.“

Für welchen Zweck existieren dann Yang und Yin oder Maskulinität und Femininität? Sie existieren für die Liebe. Wären Adam und Eva herangewachsen und mit Gott im Mittelpunkt Mann und Frau und in der Liebe eins geworden, hätte Gott in ihnen gewohnt und sie hätten den Zweck der Schöpfung erfüllt, nämlich die Vervollkommnung der Liebe. Männlich und weiblich im Tierreich, Staubgefäße und Stempel im Reich der Pflanzen, Kationen und Anionen in den Mineralien wurden auch geschaffen zum Zweck des Gebens und Empfangens von Liebe, durch die Einheit verwirklicht wird und auch wenn deren Ebenen unter der Ebene des Menschen befinden.

 

 

Kategorie: Evolution - Schöpfung, Themen

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