Einführung

IVP | 31. März 2011 | 0 Kommentare

1. Einführung

Die Vereinigungsphilosophie hat ihren Ursprung in Korea und gründet sich auf das Gedankengut von Rev. Dr. Sun Myung Moon (*1920 -) . Sein Schüler Dr. Sang Hun Lee (1914 – 1997) brachte dieses in eine systematische philosophische Form. Er veröffentlichte seine erste Arbeit 1973 unter dem Titel „Tongil Sasang“ (kor. 통일사상, engl. Unification Thought, dt. Vereinigungsphilosophie).

Die Vereinigungsphilosophie soll als eine philosophische Grundlage für soziale, politische, wirtschaftliche, religiöse, kulturelle und wissenschaftliche Aktivitäten dienen. Es wurde von Dr. Lee oft betont, dass der Zweck der Vereinigungsphilosophie darin liegt, Lösungen für reale Probleme zu erzielen.

Wir leben heute in einer Zeit rasanter Veränderungen, in der die unterschiedlichsten Kulturen, Traditionen, Religionen und Ideologien aufeinander stoßen und Konflikte untereinander hervorrufen. Viele Menschen sind orientierungslos, verunsichert und blicken sorgenvoll auf die Zukunft.

Vor dem Hintergrund dieser prekären, kulturellen und sozialen Situation, zeigt die Vereinigungsphilosophie einen praktischen Weg auf, wie eine friedliche Welt in unserer Zeit realisiert werden könnte – eine Welt, in der die Menschen sich als Mitglieder einer Weltfamilie verstehen, mit Gott als ihren gemeinsamen Eltern. Dies ist eine wahrhaft ehrgeizige Aufgabenstellung von historischer Dimension.

Der Begriff „ Vereinigung“ in der Vereinigungsphilosophie

Darunter werden zwei wesentliche Aspekte verstanden:

Erstens drückt es die Zielsetzung für das Ideal der Einheit und Harmonie aus nach der sich alle Menschen die Geschichte hindurch gesehnt haben.

Zweitens betont der Begriff „Vereinigung“ die Notwendigkeit einer inneren Geschlossenheit in einem philosophischen System. Deshalb zeichnet sich die Vereinigungsphilosophie dadurch aus, dass die einzelnen Bereiche zu einer auf einander bezogenen Ganzheit verbunden sind.

Kategorie: Vereinigungsphilosophie

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