Eadie’s Nahtodeserfahrungen

IVP | 22. März 2011 | 0 Kommentare

In Betty Eadie’s viel kürzerem Buch über die Geistige Welt “Licht am Ende des Lebens” beschreibt sie ihren Vorgeschmack auf die gleiche Geistige Welt. Sie bewundert die schönen Blumen, die Hallen des Wissens und der Erfindungen, die Musik und die lebendigen und spritzigen Farben. Ihr Hauptthema ist eine Botschaft des Trostes und der Hoffnung, dass es in der Tat ein Leben über das Grab hinaus gibt.

Nach ihrer Rückkehr ins Leben – es war noch nicht ihre Zeit zu sterben – behielt sie ihre Erfahrungen 19 Jahre lang für sich und teilte sie nur mit denen, die ihr nahe standen. Schließlich fasste sie sie in einem Buch zusammen. “Licht am Ende des Lebens” wurde zu einem Bestseller, der bei Millionen von Lesern die Botschaft von einem Leben über das Grab hinaus verbreitete und zahlreiche Bücher ähnlichen Inhalts anregte.

Eadie’s Nahtodeserfahrung beginnt auf eine ganz typische Weise: sie erhebt sich über ihr Krankenbett, trifft freundliche Geistige Wesen, reist eine Weile auf Erden herum, um ihre Verwandten ein letztes Mal zu sehen und reist dann einen langen Weg nach oben. Aber in ihrem Fall ist die Person, die sie am Ende ihrer Reise trifft, kein anderer als Jesus Christus.

Wenn Jesus zu ihr spricht, kuschelt sie sich wie ein Kind in seine Arme. Er erfüllt ihren Geist mit Wissen über Gott und die geistige Realität und beantwortet ihr viele Fragen. Eadie’s Fragen waren spezifisch theologischer Natur. Was ist der Tod? Wie wurde das Universum geschaffen? Warum gibt es so viele Religionen? Was ist der Zweck des Lebens? Was sind die geistigen Gesetze, nach denen wir leben sollten? Betty war immer auf der Suche nach der Wahrheit mit vielen Fragen in ihrem Herzen. Denken wir zum Vergleich an den Geistlichen in “Das Leben in der unsichtbaren Welt”, der wahrscheinlich, klar definierte Ansichten über solche Fragen hatte. Wir lesen bei ihm nirgends, dass er nach so großen Antworten auf theologische Fragen suchte; seine erste Frage drehte sich um praktische Angelegenheiten des neuen Lebens im Himmel.

“Licht am Ende des Lebens” ist ein viel theologischeres Buch wie das von Lee, obwohl wir das von Lee, der in seinem Erdenleben Philosoph und ein Systematisierer der Vereinigungslehre war, eher erwarten würden. Vielleicht teilt Eadie mit Lee eine brennende Sehnsucht nach Antworten auf die ultimativen Fragen des Lebens und so laufen ihre Gedanken ganz natürlich in diese Richtung. Diese Art geoffenbarter Theologie jedoch, die für sich in Anspruch nimmt aus den höchsten geistigen Quellen zu kommen, muss doch ein bisschen mit Vorsicht genossen werden, da sie unweigerlich mit dem religiösen Hintergrund der Autorin vermischt ist.

Kategorie: Geistige Welt, Themen

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