Vermählung im Himmel

IVP | 22. Februar 2011 | 0 Kommentare

Swedenborg stimmt mit Lee darin überein, dass es eine himmlische Ehe gibt, die in der göttlichen Polarität ihren Ursprung hat. Hier finden wir einige charakteristische Merkmale, die mit den Grundsätzen des Göttlichen Prinzips übereinstimmen. Ich möchte an dieser Stelle einige von ihnen aufzählen: Erstens betrachtete Swedenborg Gottes fundamentale Natur als die Dualität von Liebe (Charakter) und Weisheit (Form). Eine entsprechende Dualität von männlich und weiblich füllt die Schöpfung. „In der Ehe sind Mann und Frau der göttlichen Polarität von Liebe und Weisheit ähnlich“. Das entspricht im Göttlichen Prinzip der Göttlichen Polarität von innerem Wesen und äußerer Form und von Maskulinität und Femininität.

Zweitens lehrte Swedenborg, dass der Himmel eine makroskopische Ausweitung von Christus, dem göttlichen Menschen ist. “Es setzt sich aus allen Elementen des menschlichen Gemütes zusammen”. Auch das Göttliche Prinzip lehrt, dass der Mensch der Mikrokosmos des Kosmos ist. Der Kosmos besteht aus den dualen Bereichen von Physischer Welt und Geistiger Welt, die dem menschlichen Körper und dem menschlichen Gemüt entsprechen.

Drittens lehrte Swedenborg, dass die Familie ihren Ursprung im Bild Gottes hat. Wie Gott die Verbindung von Liebe und Weisheit, Gutem und Wahrem ist, so bietet die Ehe für diese göttliche Polarität die Möglichkeit, sich in der ehelichen Einheit auszudrücken. Aus diesem Grund sind Mann und Frau geboren. Jede auf Gott ausgerichtete Familie vollendet das Bild Gottes als Beweis der göttlichen Polarität. Jeder wird zum Behälter und Empfänger von Gottes Liebe. Des Weiteren widerspiegelt die gesamte Schöpfung das Muster der Familie. Swedenborg lieferte den ontologischen Unterbau für die Ehe im göttlichen Leben und ortete eine Schwäche der christlichen Doktrin, die kein klares Verständnis von Ehe hat, weil Christus selbst keine Ehe einging und die christlichen Kirchen kein anderes Beispiel kannten. Das passt sehr gut zur Vier Positionen Grundstruktur im Göttlichen Prinzip.

Viertens lehrte Swedenborg, dass die Familie die Brutstätte der Menschheit ist. Dort wird unsere niedrige Natur allmählich transformiert und spiritualisiert zur Reinheit der wahren partnerschaftlichen Liebe in der Ehe, die die Essenz des Himmels darstellt. In ähnlicher Weise lehrt auch Reverend Moon, dass die Familie die Schule der Liebe und die Grundeinheit des Himmelreiches darstellt.

Schließlich betrachtete Swedenborg die eheliche Liebe als die höchste Freude des Himmels. Er bekennt, dass unter den Christen keine eheliche Beziehung vollkommen rein ist und prophezeite, dass die eheliche Liebe zur Zeit der Wiederkunft vom Herrn erneut ins Licht gerückt werden wird. Hier erkennen wir, dass rd. 200 Jahre später die Prophezeiung in Form der Ehesegnung, die die Ehe zu ihrem wahren Ideal der Erfüllung des Schöpfungszweckes erhöht, erfüllt wird.

Swedenborg erklärte hier, dass die Ehe einen höheren Stellenwert einnimmt als der Zölibat. Er verneinte, dass das Zölibatsideal von Priestern, Mönchen und Nonnen die höchste Form der Tugendhaftigkeit darstellt. Beim Eintritt in die Geistige Welt wird jeder auf die Reinheit seines Herzens geprüft. Diejenigen, die gefüllt sind mit innerer Lust, werden in die Hölle gesandt. Diejenigen, die den Herrn wahrhaft und rein liebten, werden im Himmel die Ehe empfangen. Viele von denen, die sich mit der ehelichen Liebe, die den Himmel durchdringt, unwohl fühlen, werden fortgehen und in einer Gegend außerhalb wohnen.

Kategorie: Geistige Welt, Themen

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