Der Weg zur Realisierung des Wahren Friedens

IVP | 29. Januar 2011 | 0 Kommentare

Wir sehen also der Wahre Friede beginnt nirgendwo anders als in mir selbst. Ich selbst muss beginnen, den Frieden in mir zu errichten, dann folgt der Friede in der Familie und nur auf dieser Grundlage besteht eine Hoffnung für den Frieden in unseren Gemeinschaften, den Nationen und der Welt.

Der Friede wird dementsprechend in drei Stufen verwirklicht. Auf der individuellen Ebene durch die harmonische auf Gott ausgerichtete Geist-Körper-Einheit, auf der familiären Ebene durch die harmonische Einheit von Ehemann und Ehefrau, sowie Eltern und Kindern und schließlich durch die harmonische Einheit im Zusammenleben mit dem Mitmenschen, in der Gesellschaft, Nation und der gesamte Schöpfung.
Erst wenn der Mensch die Einheit mit Gott wiederhergestellt hat, wird Wahrer Frieden möglich sein. Der Wahre Friede beginnt dort, wo die Versöhnung des Menschen mit Gott zustande kommt. Der erste Schritt des Friedens wird also in der Wiederherstellung dieser gebrochenen partnerschaftlichen Beziehung zwischen Gott und dem Menschen realisiert.

In der Vereinigungsphilosophie ist der Ursprung des Friedens Gott. Gott ist das ewig vereinte, harmonische Wesen, der Inbegriff und die Verkörperung des Friedens selbst. Solange wir sein Wesen, seinen Willen, sein Schöpfungsmotiv, seine ursprüngliche Beziehung zu den Menschen nicht wirklich aufrichtig verstehen, werden wir den ewigen Wahren Frieden niemals verwirklichen können.
Um die Probleme des Geist-Körper-Konflikts zu lösen, müssen wir zuerst das Ideal für den Menschen verstehen, das heißt den ursprünglichen Menschen. Der Mensch wurde schließlich im Bilde Gottes geschaffen; um zu ver¬stehen, was der Mensch ist, müssen wir das Ideal für den Men¬schen kennen d.h. Gott selbst.
In der Theorie des Urbildes der Vereinigungsphilosphie wird das Wesen Gottes, nicht Gott selbst, was ja im zeit-räumlichen Kontext gar nicht möglich ist, zu einem gewissen Ausmaß für unser menschliches Verständnis abgehandelt. Zu unserer persönlichen Friedensfindung möchte ich hier auf die für uns wichtigsten zentralsten Eigenschaften des Wesen Gottes eingehen.

Das Wesen Gottes wird vielseitig umschrieben. Er ist allmächtig, allwissend, allgegenwärtig. Gott ist absolut, einzigartig und vollkommen. Er ist der Urheber, das ultimative Subjekt der Liebe. Gott ist der Ursprung des Universums. Gott ist die Quelle der Liebe. Aber unter all diesen Eigenschaften, hebt die Vereinigungsphilosophie besonders hervor, dass Gott ein Gott des Herzens ist. Das Herz Gottes spielt die zentrale Rolle.

Gott liebt den Menschen, denn der Mensch ist sein höchstes Meisterwerk der Schöpfung, die Krönung der Schöpfung. Der Mensch ist sein liebender Partner, die Quelle des Glücks und der Freude. Erst durch den Menschen findet selbst Gott die Vollendung seiner Vollkommenheit. Aber auch für den Menschen ist Gott die unendliche Quelle der Liebe und Freude und des Friedens. Eine weitere wichtige Tatsache ist, dass Gott nicht irgendwo unabhängig vom Menschen existiert. Ganz im Gegenteil, sein Schöpfungsideal findet erst durch den Menschen seine Erfüllung. Der Mensch ist sein absolut notwendiger Partner. Erst im Menschen, als Krönung seiner Schöpfung verkörpert sich der unendliche Geist Gottes. Genauso wie Gott von uns Menschen in diesem Sinne abhängig ist, kann auch der Mensch letzten Endes nur durch Gott seine Erfüllung finden.
Die fundamentalste Beziehung im Universum ist also die Beziehung von Eltern und Kindern. Wenn diese Beziehung vervollkommnet ist, wird das Universum vereint und der Weltfriede errichtet sein. Gott bildet also den universellen Standard des Friedens.

Die Realisation ewiger Freude im harmonischen Zusammenleben mit seinem Partner dem Menschen und der gesamten Schöpfung ist der eigentliche Sinn und das ursprüngliche Motiv. Erst dieses tiefe Verständnis über das Wesen Gottes und sein Schöpfungsmotiv lässt uns unseren Lebenssinn erkennen und leitet uns zu unserem eigentlichen Lebensziel.

Gott ist auch ein vereinigtes harmonisches Wesen, das den Ursprung der polaren Wesenzüge geistiger und körperlicher sowie männlicher und weiblicher Natur in seiner gesamten Schöpfung verkörpert. Diese fundamentale Polarität in seinem harmonischen Zusammenspiel offenbart sich im gesamten Universum. Auf diese Weise ist Gott sowie seine individuellen Wahrheitsverkörperungen das Ideal bzw. Vorbild der Geist-Körper-Einheit sowie der Einheit von Ehemann und Ehefrau. Das Wesen Gottes kommt also einerseits im Einzelmensch und in der Einheit von Ehemann und Ehefrau zum Ausdruck. Zu dem Grad, wo ein Ehemann und eine Ehefrau die vertikale Geist-Körper-Einheit erreicht haben, zu diesem Ausmaß werden sie auch eine harmonische Einheit auf horizontaler Eben erreichen mit Gott als Mittelpunkt.

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Kategorie: Friedensphilosophie, Themen

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